Zum Inhalt springen
Beurteilungskompass

Kommunizieren

Wie sage ich es so, dass es dem weiteren Lernen dient?

Lernförderliches Feedback: Feed up, Feed back, Feed forward

Beurteilung wirkt erst durch ihre Kommunikation. Lernförderliches Feedback ist elaboriert: Es sagt nicht nur, ob etwas richtig oder falsch war, sondern beantwortet drei Fragen – wohin es gehen soll, wo die Lernenden stehen und was ein sinnvoller nächster Schritt ist.

Feed up

Wohin will ich?

Das Ziel und die Kriterien einer gelungenen Leistung klären.

Feed back

Wo stehe ich?

Kriterienbezogen zurückmelden, was bereits gelingt und woran das erkennbar ist.

Feed forward

Was ist der nächste Schritt?

Einen konkreten, machbaren nächsten Schritt aufzeigen.

Gutes Feedback beantwortet alle drei Fragen – nicht nur die zweite.

Konkret statt pauschal

Auf beobachtbare Kriterien beziehen, nicht auf die Person – «deine Gliederung ist nachvollziehbar» statt «gut gemacht».

Stärken zuerst

Mit dem beginnen, was gelingt – das erhält die Bereitschaft, das Feedback anzunehmen.

Verarbeitung ermöglichen

Zeit und eine Aufgabe geben, mit dem Feedback aktiv zu arbeiten, zum Beispiel eine Überarbeitung.

Unterschiedliche Formen, dasselbe Ziel

Vom spontanen Feedback im Unterricht über geplante Feedback- und Standortgespräche bis zur Zeugnisnote – immer sollen Lernende verstehen, wo sie stehen und was ein sinnvoller nächster Schritt ist.

Lernende sollen verstehen, wo sie stehen und was ein sinnvoller nächster Schritt ist.

Lernförderliches, elaboriertes Feedback beantwortet drei Fragen: Feed up (wohin?), Feed back (wo stehe ich?) und Feed forward (nächster Schritt?). Es ist konkret, beginnt bei den Stärken und ermöglicht die aktive Weiterarbeit.Nach Lötscher, Naas und Roos: Kompetenzorientiert beurteilen, 2. Auflage 2023, bearbeitet.
Lernförderliches Feedback ist elaboriert und beantwortet drei Fragen: Feed up klärt, wohin es gehen soll; Feed back zeigt kriterienbezogen, wo die Lernenden stehen; Feed forward benennt den nächsten Schritt. Gutes Feedback ist konkret statt pauschal, beginnt bei den Stärken und ermöglicht die aktive Weiterarbeit. Vom spontanen Feedback im Unterricht bis zum Standortgespräch gilt dasselbe Ziel.

So gehst du vor

  1. Drei Fragen beantworten: Wohin will ich? Wo stehe ich? Was ist der nächste Schritt? Gutes Feedback beantwortet alle drei, nicht nur die zweite.
  2. Konkret statt pauschal: Beziehe dich auf beobachtbare Kriterien, nicht auf die Person («deine Gliederung ist nachvollziehbar» statt «gut gemacht»).
  3. Stärken zuerst, dann Entwicklung: Beginne mit dem, was gelingt, bevor du auf Entwicklungsfelder eingehst – das erhält die Bereitschaft, das Feedback anzunehmen.
  4. Verarbeitung ermöglichen: Gib Zeit und eine Aufgabe, mit dem Feedback aktiv zu arbeiten (z. B. Überarbeitung), statt es nur entgegenzunehmen.
  5. Gespräche vorbereiten: Strukturiere Standort- und Beurteilungsgespräche mit denselben Kriterien, die auch in der formativen Beurteilung galten.

Was heisst das für unsere Schule?

Eine gemeinsame Sprache für Feedback (z. B. Satzanfänge, die alle Lehrpersonen kennen) macht Rückmeldungen für Lernende über Fächer hinweg verständlicher und senkt die Hemmschwelle, Feedback auch untereinander zu geben.

Auch die Kommunikation mit den Eltern gehört hierher. Die Seite «So wird heute beurteilt» erklärt kompetenzorientierte Beurteilung in einfacher Sprache – Schulen können sie am Elternabend verlinken oder als Handout ausdrucken.

Passende Werkzeuge

Passende Fachbeispiele