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Beurteilungskompass

Nutzen und weiterführen

Was folgt aus der Beurteilung – für den Unterricht und für die Laufbahn?

Was aus der Beurteilung folgt

Beurteilung endet nicht mit der Note. Aus ihr folgen Anschlusshandlungen – auf zwei Ebenen: für den weiteren Unterricht und für die Laufbahn. Entscheidend ist, die Funktion einer Beurteilung transparent zu machen und den Zyklusgedanken zu nutzen.

Beurteilungsergebnis

Beurteilung endet nicht mit der Note – sie mündet in Anschlusshandlungen auf zwei Ebenen.

Für den Unterricht

Ergebnisse aktiv für die nächste Planung und gezielte Förderung nutzen, statt sie nur zu dokumentieren.

Für die Laufbahn

Prognostische Entscheide wie den Übertritt behutsam einordnen – auf mehrere Beurteilungsanlässe gestützt, nicht auf eine einzelne Note.

Zyklusgedanke nutzen

Kompetenzen können über einen mehrjährigen Zyklus statt an einem einzelnen Stichtag erreicht werden – das entschärft Selektionsdruck bewusst.

Funktion transparent machen

Nicht jede Beurteilung ist selektiv. Ob formativ, summativ oder prognostisch – die Funktion sollte immer transparent gemacht werden.

Chancengerechtigkeit im Blick

Bildungswege korrelieren in der Schweiz stark mit dem sozioökonomischen Hintergrund – gezielte Förderung wirkt dem entgegen.

Nicht jede Beurteilung hat eine selektive Funktion – und diese Funktion sollte immer transparent gemacht werden.

Aus einer Beurteilung folgen Anschlusshandlungen für den Unterricht (Planung, Förderung) und für die Laufbahn (prognostische Entscheide). Der Zyklusgedanke und die transparente Funktion einer Beurteilung entschärfen Selektionsdruck.Nach Lötscher, Naas und Roos: Kompetenzorientiert beurteilen, 2. Auflage 2023, bearbeitet.
Aus einer Beurteilung folgen Anschlusshandlungen auf zwei Ebenen: für den weiteren Unterricht, indem Ergebnisse für Planung und Förderung genutzt werden, und für die Laufbahn, indem prognostische Entscheide auf mehrere Anlässe gestützt werden. Der Zyklusgedanke erlaubt, Kompetenzen über einen mehrjährigen Zyklus statt an einem Stichtag zu erreichen. Die Funktion einer Beurteilung – formativ, summativ oder prognostisch – sollte transparent gemacht werden, und gezielte Förderung stärkt die Chancengerechtigkeit.

So gehst du vor

  1. Konsequenzen für den Unterricht ziehen: Nutze Beurteilungsergebnisse aktiv für die nächste Planung, statt sie nur zu dokumentieren.
  2. Funktion klären: Mache dir und den Lernenden bewusst, ob ein Beurteilungsanlass formativ, summativ oder prognostisch gemeint ist.
  3. Prognostische Entscheide behutsam einordnen: Stütze Übertritts- oder Selektionsentscheide auf mehrere Beurteilungsanlässe, nicht auf eine einzelne Note.
  4. Zyklusgedanke nutzen: Räume dort, wo es das Reglement erlaubt, Zeit ein, damit Lernende Kompetenzen über den Zyklus hinweg statt punktuell erreichen können.
  5. Chancengerechtigkeit im Blick behalten: Berücksichtige, dass Bildungswege in der Schweiz stark mit dem sozioökonomischen Hintergrund korrelieren, und wirke dem mit gezielter Förderung entgegen.

Was heisst das für unsere Schule?

Selektionsdruck ist ein Schulhaus-Thema, kein Einzelentscheid einer Lehrperson. Ein gemeinsames Verständnis von Zyklusgedanke und Übertrittsverfahren entlastet einzelne Lehrpersonen gegenüber Eltern spürbar.

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